PAULS JETS | STRANDHASE

Freitag, 27. März 2020, 21:00 - 0:00

RÖDA Steyr

Pauls Jets

Da ist es also. Das am meisten erwartete Debüt-Album des Jahres aus
Österreich, um nicht zu sagen des gesamten deutschsprachigen Raums.

Die Vorab-Singles „Üben üben üben“, „Diese Villa ist verlassen“
und „22703“, allesamt Hymnen eines gar nicht so fernen Utopias haben
einen Hype ausgelöst, wie ihn zuletzt wohl anno 2014 Wanda hatten, und
befanden sich im oberen Feld der Jahresbestenlisten und Charts von
Musikexpress, fm4, TAZ, laut.de und so weiter und so fort.

„Die Ö-Band der Stunde, Pauls Jets, schon jetzt als die nächsten Wanda-buch gehandelt.“ –

schrieb Der Standard; doch mit Wanda oder Bilderbuch hat das alles am Ende doch recht wenig gemein.

Die Jets sind eklektischer, zerfranster, jugendlicher und anarchistischer als die Wiener Erfolgsbands von gestern.

Was nicht zusammengehört wird in unerschrockener Verhuschtheit so
zusammengefügt bis kleine Pop-Meisterwerke entstehen, die einen
staunend zurücklassen, die Sinn machen, die bewegen ohne sich zu
erklären; wie hat er das gemacht, was sind seine Einflüsse?

Egal. Mit Paul Buschnegg betritt ein 21-jähriges Wunderkind die
Bühne, einer der noch große Spuren im heimischen Pop hinterlassen wird.

Poet, Soundfrickler und Punk in einem. Bassistin Romy Park und
Drummer Xavier Plus runden die Jets ab, verleihen dem Ganzen das solide
Fundament einer verschworenen Bandgemeinschaft, heben Pauls Jets über
den Status eines weirden Leftfield-Projekts hinaus, sorgen für
Funkiness und Sex.

„Alle Songs bisher“ hält den Erwartungen nicht nur stand, es
entpuppt sich als ganz großer Wurf, als ein Zaubergarten in dem alles
möglich wird, wo psychedelische Trips auf pubertären Rumpel-Punk, wo
formvollendetes Pop-Songwriting auf avantgardistische Spinnereien oder
auch Cloud-Rap-Vignetten trifft, wo sich Fuchs und Reh in kitschigen
Balladen Gute Nacht sagen dürfen und wir am Ende Messer zücken, nie
wieder weg wollen, bessere Menschen werden um uns tanzend in
post-nuklearen Villen wiederzufinden…

Ein Rausch also!

Oder um es mit den schönen Worten von Katharina Seidler (fm4, Falter) zu sagen:

„Pauls Jets sind die einzige Band, die das unendliche Erbe von Ja,
Panik antreten kann, und sie sind natürlich auch viel mehr als das, sie
werden ewig sein.“


Strandhase „ Primetime“

Das Debütalbum der Indie Rock-Band Strandhase beginnt nicht zufällig
mit dem Song 20:15, trägt es doch den Titel Primetime. So ist es dann
auch eine absurde Reise durch das flimmernde Abendprogramm, wie
Fernsehschlaf und Wachtraum zu gleich. Zuerst kommt das poppige und
heitere Hauptabendprogramm (Paloma, Chlorwasser trinken, Ich habe
gelogen). In der Nacht wird es düster mit Was ist los mit
Dir sowie Korsakow, gefolgt von Meine Dystopie und Dieser Schatten, die
furchteinflößend aber gleichzeitig aufregend sind, wie der erste FSK 18
Film, für den man als Kind heimlich aufgeblieben ist. Nach dem
Teleshopping-Zwischenspiel ([zwischen Plastikpflanzen]) wird es mit dem
Kinderfernsehen am Morgen (Plastikpflanzen gießen, Kalter Kaffee) noch
einmal tragisch-komisch, so wie um 7h morgens nach einer durchzechten
Nacht einsam und verloren vor dem Kinderprogramm einzuschlafen.
So inhaltlich bunt wie dieses Programm ist auch Strandhases Musik
auf Primetime. Sie mischen in ihren Rock’n’Roll sorg- und mühelos Jazz
und Funk-Einflüsse, New Wave und wabernden Western-Style. In den Texten
von Sänger Daniel Mendl kollidieren Agonie mit Lebenslust, blumige
Metaphern mit schonungsloser Direktheit, nüchterner Realismus mit dem
Kino (oder Fernsehprogramm) im Kopf.

Es sind 4 junge Wiener, die sich 2018 zur Band Strandhase zusammengeschlossen haben. Richtiger ist eigentlich: 3 junge Wiener, die verzweifelt einen Bassisten gesucht und schließlich auch gefunden haben. Denn Texter Daniel Mendls kreativer Output war so groß, dass die musikalische Umsetzung gar nicht früh genug beginnen konnte. Und so haben sie sich in nicht einmal einem Jahr und ohne irgendeinen Release veröffentlicht zu haben bereits eine veritable Fanbase und reihenweise ausverkaufte Konzerte erspielt. Auch wenn der Indierock das Fundament ihrer Musik bildet, so sind doch Anleihen aus dem Funk, dem Latin und auch dem Chanson nicht zu überhören. Die wortgewaltigen Texte von Daniel Mendl werden dabei von Guillaume Freysmuth (Bass), David Arcos (Gitarre) und Severin Steirer (Schlagzeug) musikalisch auf den Punkt gebracht. Strandhases Debüt-EP Grundrausch erschien am 7. Juni 2019. Das Debütalbum Primetime erscheint am 21. Februar 2020.

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Pauls Jets | Strandhase 15.5 € / Ticket
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